Samifestival in Jokkmokk mit anschl. Jagd auf Aurora Borealis
Abgesagt
Reisepreis

3.380,- € pro Person

€ 4.730,- für Einzelfahrer


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Jagd auf Polarlichter
inkl. Fährüberfahrten & Sami Festival in Jokkmokk
  • Beginn der ReiseFreitag, 27. Januar 2023
    Start in Lübeck
  • Ende der ReiseSamstag, 25. Februar 2023
    Reiseende in Lübeck
  • Dauer30 Tage
  • Streckeca. 3.500 Kilometer
  • HistorieNeu im Programm
  • FahrzeugEigenes Wohnmobil
  • SchlagwörterNeu, Winterreise

Nach der erfolgreichen Wintertour Polarlichter 2022 bis zum Nordkap, die wir auch 2023 wiederholen, bieten wir hier als Alternative dazu eine Reise an, bei der es nicht ganz so hoch in den Norden, und es damit klimatisch etwas gemäßigter zugehen wird.

Auch klassische Reisemobile, ohne Allradantrieb, können hier die Faszination des winterlichen Hohen  Nordens erleben.

Der skandinavische Winter hat trockene Fröste und ab Februar wieder genügend Tageslicht. Die langen  Dämmerungen und Nächte sind dank des lichtreflektierenden Schnees die Zeit fantastischer Farbenspiele des  Himmels.

Erstes großes Ziel ist das Winterfestival der Sami in Jokkmokk. Ab hier befinden wir uns stets jenseits des  Polarkreises und werden auf der Route Kiruna – Tromsö – Rovaniemi sicher einige der am Nachthimmel  tanzenden Polarlichter beobachten können. Die auch im Winter sehr sehenswerten skandinavischen  Großstädte Stockholm und Helsinki stehen auch auf unserem Besichtigungsprogramm.

Reiseleistungen
Im Reisepreis sind folgende Leistungen enthalten
  • Deutschsprachiger Reiseleiter
  • Alle Übernachtungsarrangements (Camping-, Stell- und Naturplätze)
  • 3 x gemeinsame Essen, landeskundlich indoor und rustikal outdoor
  • Landeskundliche Exkursionen und Informationsrunden: u.a. Kiruna-Bergwerk unter Tage
  • Besichtigungen: u.a. Stadtführung Stockholm und Helsinki, Besuch des Wintermarktes in Jokkmokk, Besuch einer Rentier-Farm und einer Husky-Farm, Arctic Wildlife Centre in Ranua, Ausflug zum hohen Storsteinen mit der Fjellheisen-Seilbahn in Tromsø
  • Alle Eintritte in Museen und Sehenswürdigkeiten gemäß Programm
  • Unterwegs tägliches Roadbook mit detaillierter Streckenbeschreibung
  • Straßenkarten für Schweden, Finnland und Norwegen
  • Fährüberfahrt Travemünde – Trelleborg und Helsinki – Travemünde wie beschrieben, inkl. Außen-kabine auf der Rückfahrt
  • Mahlzeiten während der Fährüberfahrt
Fahrzeugeignung

Kein 4×4 erforderlich, Sie können mit jedem wintertauglichen Reisemobil an dieser Tour teilnehmen. Ab einer Länge von 8 Metern senden Sie uns bitte eine Seitenansicht Ihres Fahrzeuges.

Ihr Wohnmobil sollte einen technisch einwandfreien Dieselmotor haben. Ausreichende Bodenfreiheit und ein  kurzer Überhang sind von großem Vorteil.

Neuwertige Winterreifen mit gutem griffigem Profil sind Pflicht. Die Räumung der skandinavischen Straßen erfolgt meist umgehend.

Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen eingetragenem Gesamtgewicht müssen bei schneebedeckten Straßen/ab Winter in Norwegen Schneeketten mitführen.

Das Fahrzeug muss ein bis zwei Tage autark unterwegs sein können und mit sehr guten Batterien ausgestattet sein. Solarpaneele sind ausdrücklich empfohlen. Ideal ist eine Dieselstandheizung. Bei Gasheizungen müssen  genügend Ersatzgasflaschen mitgenommen werden können (mindestens zwei, besser drei 11-Kilogramm-Flaschen). Auch bei strengen Frösten laufen Adblue-Fahrzeuge heutzutage ohne Probleme.

Dringend empfohlen wird ein KFZ- Europaschutzbrief oder ähnliches wie z.B. vom ADAC, ÖAMTC, TCS etc.

Fotos
Mehr als Worte sagen können
Route
Etappen
Anreise und Auftakt

Wir treffen uns auf einem Stellplatz in Lübeck, fußläufig vom historischen Zentrum der Hansestadt. Von hier aus sind es nur 15 km nach Travemünde, von wo die Fähre am nächsten Vormittag ablegt. Die Überfahrt  dauert ca. 10 Stunden und bringt uns nach Malmö oder Trelleborg an der schwedischen Südküste. (Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Tourbuches liegen die Fahrpläne für Januar 2023 noch nicht vor, es kann daher Abweichungen geben).

Stockholm und Richtung Polarkreis (1.Woche)

Angekommen in Schweden fahren wir mit Zwischenstopp am großen Vätternsee zügig nach Stockholm. Die schöne Stadt, die auf 14 Inseln liegt und auch als Venedig des Nordens bezeichnet wird, erkunden wir  gemeinsam und schlendern durch die Altstadt (Gamla Stan).

Das Vasa Museum zu besichtigen, begeistert selbst Museumsmuffel. Die „Vasa“, das Flaggschiff der schwedischen Marine, war 1629 beim Stapellauf gesunken, wurde erst vor 60 Jahren geborgen und restauriert. Das neuzeitliche ABBA Museum steht ganz im Zeichen der Musiklegenden.

Nun geht es Richtung Norden, dem echten Winter entgegen. Die stets gut geräumte E4, die  Hauptverkehrsader von Südschweden hoch Richtung Lappland, bringt uns über Sundsvall, Umeå bis nach Piteå, wo wir von der Küste ins Landesinnere abbiegen. Wir fahren über Arvidsjaur, durch das Land der Erlkönige. In Storforsen befinden sich die größten Stromschnellen Skandinaviens. Hier entstehen im Winter durch die Gischt skurrile Eisskulpturen, die man auf kurzen Wegen und Stegen bewundern kann.

Wir queren auf dem weiteren Weg nach Jokkmokk den Polarkreis. und haben damit längst Schwedisch Lappland, einen Teil des riesigen Besiedlungsgebietes des indigenen Volkes der Samen im Hohen Norden Skandinaviens erreicht.

Anfang Februar steht die Sonne bereits wieder 6,5 Std. über dem Horizont mit rund 9 Std. Tageslicht.

Jokkmokk mit Sami Festival und Bergbaustadt Kiruna (2.Woche)

Die nächsten Etappen führen uns weiter gen Norden, immer mit geschärftem Blick am Tag für Rentiere und Elche sowie nachts für die ersten Polarlichter. Unsere Campingplätze liegen oft malerisch direkt an meist schneebedeckten und gefrorenen Seen, stets mit der Option auf ungestörte Beobachtung von Aurora Borealis. Mit jedem Tag wächst nun die Wahrscheinlichkeit, dass Polarlichter über unsere Reisemobile ziehen. Dank toller Apps und gutem skandinavischen Netz sind wir immer auf dem Laufenden, wo Polarlichter zu erwarten sind.

Wir sind zur rechten Zeit vor Ort und tauchen in Jokkmokk in das bunte Treiben des größten Winterfestivals Europas ein, der hier seit 400 Jahren stattfinden soll und zu dem sich das Volk der Sami, das auch in den angrenzenden Nachbarstaaten lebt, einfindet.

Vom Rentierfell bis zum Rentierherz, von Gesang zum Tanz und wärmenden Getränken – in Jokkmokk steppt das Rentier. Es werden viele Aktivitäten angeboten, u.a. ein Rentierrennen, das man nicht versäumen sollte.

200 Kilometer jenseits des Polarkreises liegt Kiruna – unser nördlichster Punkt in Schweden ist erreicht, es
sei denn, wir fahren bei entsprechenden Wetter- und Polarlichteraktivität noch eine Stunde weiter, um bei Abisko dem Himmelsschauspiel unter besten Bedingungen beizuwohnen.

Die Bergbaustadt Kiruna ist einzigartig. Die Mine befindet sich genau unterhalb der Stadt und höhlt ihr Fundament langsam aus. Damit der Bergbau fortgesetzt werden kann, ohne dass die Gebäude einstürzen, zieht die gesamte Stadt derzeit buchstäblich samt aller Gebäude um. Wir werden über und unter Tage Zeuge dieser bergbautechnischen Meisterleistung.

Norwegens Fjordküste und Hoher Norden Finnlands (3.Woche)

Wir erreichen über Narvik das herrlich gelegene Tromsø. Der nördlichste Punkt unserer Reise ist Norwegens Hotspot für die Beobachtung von Polarlichtern. Hier stehen wir ortsnah auf einem Campingplatz, von dem aus wir durch kleine Gassen entlang bunter Holzhäuser in der Stadt schlendern können. Wer möchte, besucht die berühmte Eismeerkathedrale, das Polaria-Museum oder die nördlichste Bierbrauerei der Welt. Am Abend schwingen wir uns mit der Fjellheisen-Seilbahn rauf auf den 421 Meter hohen Hausberg Storsteinen. Wenn wir Glück haben, fangen wir mit tanzenden Nordlichtern über der größten Stadt Norwegens einen großen Moment ein.

Aus den Fjorden Norwegens kommen wir in die sanften Hügel Finnlands und sind wieder im Euroland. Auch Kilpisjärvi zählt zu den weltbesten Orten für die Beobachtung von Polarlichtern. Die Fahrt nach Enontekiö führt durch winterliche Landschaft am Grenzfluss zu Schweden entlang. Ein Besuch bei einer Huskyfarm mit Führung und der Möglichkeit zu einer Hundeschlittenfahrt darf hier nicht fehlen.

In Enontekiö stehen wir auf einem herrlichen Campingplatz mit Blockhütten und Sauna am See. Aktivitäten wie Eisbaden, Eisfischen und eine Motorschlittenfahrt werden hier angeboten.

Bei dem Besuch einer Rentierfarm bei Äkäslompolo erfahren wir alles über Rentiere, man kann die Tiere füttern und eine Rentierschlittenfahrt unternehmen. In Äkäslompolo werden mitunter die Straßenlaternen ausgeschaltet, um das Polarlicht besser sehen zu können.

Besuch beim Weihnachtsmann und auf nach Helsinki (4.Woche)

Mit Rovaniemi haben wir unsere letzte Station nördlich des Polarkreises erreicht. Hier führt kein Weg am Santa Claus Village vorbei, schließlich wohnt hier auf dem Polarkreis der Weihnachtsmann mit seinen fleißigen Elfen. Im weihnachtlichen Postamt werden abertausende Postkarten von den Elfen per Hand mit Briefmarken beklebt. Kitschig? – einfach nur schön! Hier am Polarkreis steht die Sonne mittlerweile
9 Stunden über dem Horizont.

Stets auf der Hut vor kreuzenden Tieren auf schneeglatten Straßen reisen wir durch dichte Wälder Finnisch-Lapplands, einige Kilometer wieder südlich des Polarkreises.

In Ranua besuchen wir das Arctic-Wildlife-Center, in dem die ganze Vielfalt der arktischen Tierwelt bestaunt werden kann. Unser Campingplatz liegt beim Arctic Center mit Restaurant. Hier haben wir die letzte  Gelegen-heit zum Streicheln von Rentieren und einer Husky- oder Motorschlittentour. Unser letzter Abend in Lappland bricht an, womöglich ein Abschied mit Polarlichtern.

Wir verabschieden uns vom finnischen Hohen Norden und fahren auf gut ausgebauten Straßen gen Süden durch herrliche Wald- und Seenlandschaften. Über den bekannten Wintersportort Kuopio erreichen wir schließlich die finnische Metropole Helsinki. Vom Campingplatz aus geht’s mit der Metro in die Innenstadt.
Finnlands Hauptstadt lässt sich gut erlaufen und hierbei die alte Markthalle, den Senatsplatz mit dem Dom und die Esplanade besichtigen.

Eine kurze Fahrt vom Campingplatz bringt uns schließlich zum Fährterminal von wo das Schiff am späten Nachmittag ablegt.

Wir sind einen ganzen Tag auf See, die Überfahrt von Helsinki nach Travemünde dauert ca. 30 Stunden. Nachdem die Fähre abends angelegt hat und wir ausgeschifft wurden, erreichen wir nach kurzer Fahrt wieder den Stellplatz in Lübeck.

Am kommenden Morgen heißt es Abschied nehmen. Ein Winterabenteuer geht zu Ende.

Bitte beachten Sie, dass wir bei diesem besonderen Tourformat bewusst keine Tagesetappen-Beschreibungen vorgeben.
Aufgrund streckenspezifischer und wetterbedingter Faktoren ist es möglich, dass Abweichungen von der geplanten Route und eventuell sogar Tourverlängerungen um einige Tage eintreten könnten. Es muss immer mit einer eventuell nötigen Änderung der Route gerechnet werden. Wir haben in das Programm auch Puffertage eingearbeitet, um genügend Spielraum zu haben, falls uns sehr schlechtes Winterwetter am  Fahren hindert.

Wir übernachten gelegentlich ohne Infrastruktur und fahren gemeinsam tief ins Landesinnere, – immer mit der Sicherheit der Gruppe und der begleitenden Reiseleitung, die im Notfall schnell zur Stelle ist. Aufgrund teils sehr enger Straßen und der winterlichen Verhältnisse bedarf es auf dieser Tour auch einer gewissen Fahrfertigkeit. Eine vorsichtige und besonnene Fahrweise ist allein schon aufgrund der oft glatten Straßendecke und des Wechsels von Elchen und Rentieren unabdingbar.