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Bereits zweimal hat Abenteuer-Touren die Winterexpedition zum Nordkap veranstaltet. Diese Tour wird nun im Format der Allrad-Light-Touren aufgrund vermehrter Anfragen erneut aufgelegt.
Der skandinavische Winter hat trockene Fröste und ab Februar wieder genügend Tageslicht. Die Abendstunden und Nächte sind dank des lichtreflektierenden Schnees die Zeit fantastischer Farbenspiele des Himmels. Die sehr langen Dämmerungen mit ihren rosaroten und blauen Stunden werden die Natur mit Farben fluten. Zauberhaft wird es, wenn Aurora Borealis, das einmalige Polarlicht, mit seinen magischen Leuchteffekten über
das Firmament wandert.
Auf dem Weg gen Norden queren wir nach einigen Fahretappen durchs verschneite Hinterland Schwedens den Polarkreis. In Jokkmokk erleben wir den bunten, legendären Wintermarkt, Treffpunkt der Samen. Die nächsten 20 Tage sind wir jenseits des Polarkreises unterwegs, meist im Gebiet der Samen, das sich über alle drei Länder Schweden, Finnland und Norwegen erstreckt. Karasjok ist die Hauptstadt der Samen, eine sehenswerte und logistisch wichtige Station für uns.
Großes Etappenziel ist es ja, aufs Nordkap im skandinavischen Winter zu kommen. Dies ist uns bisher immer gelungen. Der Weg dahin ist abenteuerlich und verlangt von den Reiseteilnehmern Flexibilität und gelegentlich Geduld. Das Wetter ist nicht prognostizierbar und gerade Richtung Nordmeer sehr wechselhaft. Starker Sturm kann Straßen mit Schnee zuwehen und die Sperrung des Nordkaps bis zur Räumung zur Folge haben. Wir haben schon Temperatursprünge von –20 auf +10 Grad innerhalb weniger Stunden erlebt. Ggf. warten wir auf das Zeitfenster der offenen Passage.
Entlang der rauen Barentsee- und Nordmeerküste reisen wir gen Süden bis auf die Lofoten, wo das Wetter am wechselhaftesten ist. Lofoten im Winter haben aber bei jedem Wetter einen ganz besonderen Charme.
Nach so langer Zeit über dem Polarkreis fühlt sich Trondheim schon fast südlich an. Vier intensive und unvergessliche Winterwochen liegen hinter uns
Aufgrund des Expeditionscharakters der Reise bestehen folgende Anforderungen an das eigene Reisemobil:
› Allradantrieb: Die Teilnahme an dieser Reise ist nur für 4×4 Fahrzeuge möglich.
› Spikereifen bzw. bespikte Winterreifen oder gute neuwertige Winterreifen sind dringend empfohlen. Allwetterreifen reichen nicht aus!!! Die Räumung der skandinavischen Straßen erfolgt zwar meist umgehend. Aber Blitzeis oder sogenanntes „Schwarzes Eis“, eine dünne Eisschicht auf Asphalt können jederzeit auftreten. In der Schräge oder bei Gefälle oder Kurven gilt es, Rutschen zu vermeiden. Bei plötzlich auftretenden Hindernissen wie bei Wildwechsel muss effektiv gebremst werden können. Das Fahren mit Spikes geht erst in Schweden. In Stockholm, am Startpunkt der Reise gibt es ggf. die Möglichkeit, auf die Reifen Spikes zu montieren (falls zulässig) oder dort Spikereifen zu kaufen.
› Wintertauglichkeit: Neuwertige Starterbatterien, gute Isolierung des Aufbaus, Neuwertige Aufbaubatterien,
Stromversorgung für 2-3 Tage ohne externen Stromanschluss, genügend Heizkapazitäten (Dieselheizungen haben sich bewährt).
› Ihr Wohnmobil muss generell in einem technisch einwandfreien Zustand sein.
› Bodenfreiheit und ein kurzer Überhang sind von Vorteil.
› Ab einer Länge von 8 Metern und Gewicht von über 7,5t senden Sie uns bitte eine Seitenansicht Ihres Fahrzeuges.
› Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen eingetragenem Gesamtgewicht müssen bei schneebedeckten Straßen und generell in der Wintersaison in Norwegen Schneeketten mitführen.
› Bei Gasheizungen müssen genügend Ersatzgasflaschen mitgenommen werden können (mindestens zwei, besser drei 11-Kilogramm-Flaschen). Die Nachfüllmöglichleiten sind sehr gering und hinter Stockholm meist nur bis Kiruna und Alta möglich
Wir treffen uns in der Hauptstadt Schwedens zu unserem ersten Meeting und verbringen dort die erste Nacht unserer Reise.
Der schwedische Winter zeigt sich auf unserer Strecke nach Sollerön, vielleicht ist der Mälaren zugefroren. In Falun befindet sich das berühmte Bergwerk, das zum UNESCOWeltkulturerbe zählt. Bereits vor tausend Jahren wurde hier Kupfer gewonnen, lange wurden zwei Drittel allen Kupfers der Welt hier gefördert. Von hier stammt auch die rote Farbe, mit der die schwedischen Häuser gestrichen sind. Im 18 Jahrhundert wurde das „Falunrot“ entdeckt, ein Abfallprodukt der Kupfergewinnung.
Wir fahren auf einem Teil der Jämtlandroute und genießen die abwechslungsreiche Landschaft, teils mit bergigen Abschnitten. Östersund bietet vielfältige Winteraktivitäten wie Langlaufen, Huskytouren, Schneemobil-Safaris und Eislaufen auf dem zugefrorenen Storsjön. Shopping, Abendessen im Zentrum des Städtchens und mit etwas Glück auch zum ersten Mal Polarlichter. Willkommen im Hohen Norden.
Aufgrund der relativ kurzen Fahretappe kann man gerne noch den Vormittag in Östersund verbringen. Die Route nach Hoting führt uns durch weite, schneebedeckte Landschaften. Vorsicht, Rentiere und Elche können die Straße queren. Unser Stellplatz in dem kleinen Ort befindet sich an einem Oldtimer-Museum mit zahlreichen zwei- und vierrädrigen Schmuckstücken.
Wir befinden uns im Land der Samen auf einer landschaftlich reizvollen Etappe durch schwedisch Lappland bis Sorsele – ein malerisches Dorf, in dem mehr Elche als Einwohner leben. Wir können den Abend gesellig in einer typisch samischen Grillhütte verbringen. Ein freier Tag bietet mehrere Möglichkeiten, z.B. Eisfischen. Wir haben einen wunderschönen Stellplatz am See.
Wir überqueren erstmals den Polarkreis und nähern uns dem ersten Highlight der Reise: Jokkmokk mit seinem Vintermarknad, dem großen samischen Festival. Der Markt ist einer der ältesten Wintermärkte der Welt und hat eine lange Geschichte, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Während des Wintermarkts verwandelt sich die Stadt Jokkmokk in ein buntes Festival mit Musik, Tanz, Handwerkskunst und kulinarischen Spezialitäten. Samen aus vier Ländern kommen hier zusammen, alles steht im Zeichen ihrer Tradition. Wer schon immer mal ein Rentierfell sein Eigen nennen wollte, wird genau hier fündig.
Unser heutiges Ziel ist die Bergbauhauptstadt Schwedens – Kiruna. Die Stadt ist von einer abwechslungsreichen Landschaft mit tiefen Wäldern, weitläufigen Sümpfen, Seen, Flüssen und Bergen umgeben. Lange Zeit war Kiruna die größte Stadt der Welt – allerdings nur flächenmäßig. Es hat mehrere einzigartige Sehenswürdigkeiten, z.B. werden wir das Eishotel sehen, eine ganz spezielle Unterkunft und eine der bekanntesten Attraktionen in Kiruna. Es wird jedes Jahr neu aus Eis und Schnee errichtet.
Auch hier ist ein gutes Skigebiet mit vielfältigen Wintersport-Möglichkeiten. Ganz in der Nähe liegt Schwedens höchster Berg, der 2.106 Meter hohe Kebnekaise. Gute Möglichkeiten, das Nordlicht zu beobachten, gibt es ebenfalls.
Wir sind tief in Lappland unterwegs, passieren Wälder, zugefrorene Seen und Flüsse. Leppäjärvi ist weit weg von großen Städten, hat klare Luft, frei von Lichtverschmutzung und ist einer der besten Spots für die Beobachtung der Aurora Borealis.
Wir erreichen auf teils recht engen, aber auch kaum befahrenen Straßen das norwegische, Karasjok, Heimat des samischen Parlaments für alle Samen Skandinaviens, dem Sameting. Wir besuchen das Sami-Museum „De Samiske Samlinger“ und lernen einiges über das Leben dieser bewundernswerten Nordmenschen.
Wer unbedingt mit Snowmobilen durch den Schnee reiten will, kann dies hier tun. Es ist nicht so überteuert wie in touristischen Spots in Finnland und vor allem gibt es echt tolle Strecken über weite, zugefrorene Seen.
Gebannt haben wir die letzten Tage auf die Wettervorhersagen am Nordkap geschaut, obwohl diese auch nicht sehr verlässlich sind. Wir halten Kurs Olderfjord, erst durch Wälder, dann weiter durch die Tundra und schließlich entlang der Küste des Porsangerfjords. Unser Campingplatz Olderfjord ist direkt am Meer gelegen und unsere Startbasis zum Nordkap. Wann immer bei Tageslicht möglich, werden wir die Strecke entlang des Fjords gen Norden angehen.
Der nördlichste auf Straßen erreichbare Punkt Europas, das Nordkap-Plateau, ist das Ziel. Vom 300 Meter hohen Felsen hat man eine spektakuläre Aussicht auf das Arktische Meer und ist dabei mit nur noch 2000 Kilometern gerade mal eine „Handbreit“ vom Nordpol entfernt. Die Auffahrt zum Nordkap hängt wettertechnisch von vielen Faktoren ab.
Sie wird mit Sicherheit die abenteuerlichste Etappe dieser Reise, und mit etwas Glück erreichen wir das Visitor Center ganz am Ende der per Tunnel erreichbaren Insel Magerøya. Es kannn durchaus sein, dass wir nur für wenige Stunden auf dem Kap bleiben dürfen, sollte wieder ein Sturm aufziehen
Ab heute heißt unser Motto wieder „ab in den Süden“. Wir besuchen eine Fischfabrik und erfahren, wie der traditionelle Stockfisch hergestellt wird. Weiter geht es nach Alta, die größte Stadt der Finnmark und deren kulturelles Zentrum. Alta hat einiges zu bieten: die scheinbar einem Science-Fiction Film entsprungene Nordlyskatedralen oder das Alta Museum, ein archäologisches Freilichtmuseum, das für seine 6000 Jahre alten Felsritzungen bekannt ist. Sie gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Unser Stellplatz hat beste Voraussetzungen, um von dort Aurora Borealis genießen zu können.
Die heutige Etappe führt uns in die inoffizielle Hauptstadt Nordnorwegens – nach Tromsø. Wir machen eine Stadtführung zu den Sehenswürdigkeiten, darunter die Eismeerkathedrale, eine der bekanntesten Kirchen Norwegens. Wir besuchen das Polarmuseum, das sich der Geschichte der Arktisforschung widmet und das Observatorium, wo wir mehr über die Nordlichter erfahren. Eine Seilbahn bringt uns auf einen Berg zum Panoramablick auf die weltweit größte Stadt nördlich des Polarkreises.
Beim abendlichen Stadtbummel genießen wir das winterliche Stadtflair, zu dem auch ein Besuch in der nördlichsten Brauerei der Welt gehören kann.
Noch einmal Fjord-Landschaften erleben wir auf unserer letzten Fahretappe in der Finnmark. Wir bleiben in den nächsten Tagen aber noch oberhalb des Polarkreises und haben daher stets gute Chancen, die faszinierenden Nordlichter zu beobachten.
Auf zu den Lofoten! Zum Auftakt erreichen wir den Gullesfjord auf Hinnøya, der größten norwegischen Insel.
Wir genießen die Landschaft und mit Glück Polarlichter – ein landschaftliches Highlight der Reise. Insgesamt bis zu sechs Fähren werden wir auf den letzten Etappen zwischen den Inseln und über Fjorde nutzen – eine Fahrt schöner als die andere.
Eine der schönsten Küstenstraßen der Welt bringt uns nach Kabelvag – die Wiege der Wikinger und eins der ältesten Fischerdörfer Norwegens. Die größte Holzkirche in Norwegen aus dem Jahre 1898 ist einen Besuch wert. Svolvær liegt nur sechs Kilometer entfernt und wartet mit Restaurants, Cafés und Einkaufsmöglichkeiten auf uns.
Moskenes auf den Süd-Lofoten erreichen wir nach der heutigen, wunderschönen Fahrt entlang der Küste der Lofoten. Unterwegs besichtigen wir das „Lofotr Vikingmuseum“ – ein beeindruckender Nachbau des größten Langhauses der ganzen Wikingerzeit. Die Strecke ist landschaftlich bestimmt die schönste Etappe der gesamten Reise. Der auf der Route gelegene Aussichtspunkt bietet nochmal einen unbeschreiblich schönen Blick auf die Fjordlandschaft.
Raue See erwartet uns auf unserer Fährüberfahrt aufs Festland nach Bodø. Sollte das Wetter nicht mitspielen, müssen wir die Umfahrung angehen. Angekommen in Bodø, bietet es sich an, dem Luftfahrtmuseum einen Besuch abzustatten. Eines der bekanntesten Exponate ist das Wrack einer Ju 88, die 1942 in Norwegen abstürzte. Im Anschluss fahren wir zum stärksten Gezeitenstrom der Welt, dem Saltstraumen.
Auf dem südlichen Teil der landschaftlich reizvollen Küstenstraße Fv17, auch bekannt als der Kystriksveien, fahren wir nah am Atlantik in Richtung Kilboghavn.
Ein weiterer Tag mit einer großartigen Route auf der Fv17 erwartet uns auf unserem Weg nach Brønnøysund.
Heute bleiben wir immer noch auf der Fv17 Richtung Namsos und nutzen auf dieser Strecke unsere letzten beiden Fähren. Abends haben wir noch einmal die Möglichkeit, die letzten Blicke auf die Polarlichter zu werfen.
Mit der heutigen Etappe unserer Reise erreichen wir die drittgrößte Stadt Norwegens – Trondheim. Angekommen in Trondheim wird es Zeit, auf Wiedersehen zu sagen. Wir blicken bei einem gemeinsamen Abschiedsessen noch einmal auf die gesamte Route zurück – auf unser Winterabenteuer in der Polarregion.
Bitte beachten Sie, dass wir bei diesem besonderen Tourformat bewusst keine festen Tagesetappen-Beschreibungen vorgeben.
Aufgrund streckenspezifischer und wetterbedingter Faktoren ist es möglich, dass Abweichungen von der geplanten Route und eventuell sogar Tourverlängerungen um einige Tage eintreten könnten. Es muss immer mit einer eventuell nötigen Änderung der Route gerechnet werden.
Wir übernachten gelegentlich ohne Infrastruktur und fahren gemeinsam tief ins Landesinnere, – immer mit der Sicherheit der Gruppe und der professionellen Teamfahrzeuge, die im Notfall schnell zur Stelle sind. Aufgrund teils sehr enger Straßen bedarf es auf dieser Tour auch einer gewissen Fahrfertigkeit. Eine vorsichtige und besonnene Fahrweise ist allein schon aufgrund der oft glatten Straßendecke und des Wechsels von Elchen und Rentieren unabdingbar.
